SCHICHT IN DER SCHACHTARENA

  • United Volleys unterliegen beim Tabellenletzten Giesen mit 1:3
  • DeRocco: „Nicht das Gefühl, dass wir alles gegeben haben“
Am Boden: Bei Libero Julian Zenger und seinen United-Kollegen lief in Giesen nicht viel zusammen. (Foto: Corinna Seibert)

Die United Volleys haben am Mittwochabend für die Überraschung des Spieltags in der Volleyball Bundesliga gesorgt – allerdings in negativer Hinsicht. Mit 1:3 (20:25, 22:25, 25:23, 16:25) verloren sie beim Tabellenletzten Helios Grizzlys Giesen. „Wir wurden heute gedemütigt und teilweise vorgeführt, weil wir es zugelassen haben, dass der Gegner unsere Taktik in jeder Hinsicht auseinandernimmt“, analysierte Cheftrainer Stelio DeRocco schonungslos die „unentschuldbare Niederlage“. Die ungewohnten Bedingungen in der nur sieben Meter hohen und mit knapp 700 begeisterten Zuschauern gefüllten Giesener Schachtarena, wo die Niedersachsen ausnahmsweise ihr Heimspiel austrugen, wollte er dabei auf keinen Fall als Ausrede gelten lassen: „Sie wollten es einfach mehr als wir, waren viel aggressiver, während wir nicht genug getan haben, um den Sieg zu verdienen.“

Satzgewinn nur als kurzer Lichtblick

Nach dem Fehlstart mit 4:8 in Satz eins schienen die Uniteds zwar zunächst kontern zu können und gingen durch den griechischen Nationalspieler Andreas Fragkos ihrerseits mit 10:9 in Führung. Das war es dann aber auch. Während die Grizzlys ihre Annahme stabilisierten und immer wieder durch Schnellangriffe über die Mitte zum Erfolg kamen, fand die Frankfurter Defensive einfach keinen Zugriff auf die erwartet durchschlagkräftigen Giesener Angaben. Vier Asse servierte ihnen im Verlauf des Matches – ähnlich wie schon im Hinspiel – allein der tschechische Diagonale Michal Krisko. Auch im Angriff präsentierten sich die Gastgeber variantenreicher und mit einer guten Quote, führten dadurch auch in Durchgang zwei schon mit fünf Punkten. Ein krachender Block des United-Kanadiers Lucas Van Berkel zum 18:21 ließ noch einmal Hoffnung aufkeimen, das war es dann aber auch schon.

Auch der gewonnene dritte Satz, den Moritz Karlitzek mit zwei Assen zum 7:4 eröffnet und Georg Escher mit einem entscheidenden Block zum 21:20 gesichert hatte, bevor Kapitän Sebastian Schwarz kaltschnäuzig zum 25:23 verwandelte, blieb nur ein kurzer Lichtblick. Danach spielten sich die Grizzlys erneut in einen regelrechten Rausch, während die United Volleys nach wie vor nicht richtig in die Gänge kamen und sich zu viele leichte Fehler leisteten. „In Annahme und Aufschlag sind wir geradezu auseinandergefallen, unser Block hat es ihnen viel zu einfach gemacht und in der Abwehr haben wir immer wieder Bälle auf den Boden fallen lassen“, kritisierte Coach DeRocco und hatte „das Gefühl, dass wir nicht wirklich alles gegeben haben.“ Obwohl, ebenfalls überraschend, Tabellenführer Haching in Bühl nach 0:2-Rückstand nur knapp gewinnen konnte, haben die Hessen damit an Boden gegenüber der Konkurrenz verloren.

Krick setzt auf „Trotzreaktion“ gegen Bühl

„Dabei wollten wir nach dem wichtigen Erfolg gegen Lüneburg vom vergangenen Wochenende eigentlich näher an die Spitze heranrücken“, ärgerte sich „The Rock“. „Das ist ganz und gar nicht die Entwicklung, die wir sehen wollen. Jetzt heißt es zurück an die Arbeit und sich auf das Heimspiel am Samstag vorbereiten.“ Dann kommen ausgerechnet die im Aufwind befindlichen Bühler Bisons in die Fraport Arena. United-Geschäftsführer Jörg Krick hofft gerade deswegen auf eine „Trotzreaktion“ seiner Mannschaft: „Nach der ordentlichen Hinrunde wussten wir, dass wir irgendwann der Mehrbelastung durch die Champions League würden Tribut zollen müssen. Deshalb haben wir den Kader auch noch einmal verstärkt.“ Man werde aber „jetzt nicht nervös werden, sondern eingehend analysieren, woran es gegen Giesen gelegen hat. Natürlich kommt da auch die Unerfahrenheit einiger Spieler und das harte Programm mit jetzt schon 21 Pflichtspielen in Betracht.“ Tickets für das Samstagsmatch gegen Bühl gibt es hier.

 

Statistik

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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