„MOOSE“ MACHT’S MÖGLICH

  • United Volleys besiegen die Bisons aus Bühl zuhause klar mit 3:0
  • Van Berkel mit wichtigen Punkten / Mrdak wird „MVP“
Beim 3:0-Sieg gegen Bühl zeigten die United Volleys Frankfurt wieder ihr gewohntes Kämpfer-Gesicht. (Foto: Corinna Seibert)

Mit einem unangefochtenen 3:0 (25:19, 25:21, 26:24)-Sieg gegen die Volleyball Bisons Bühl haben sich die United Volleys Frankfurt am Samstagabend in der Fraport Arena für ihre überraschende Auswärtsniederlage drei Tage zuvor in Giesen rehabilitiert. Nach gerade einmal 75 Minuten waren die Partie gegen die Badener eingetütet und drei weitere Punkte auf dem United-Konto verbucht. Großen Anteil daran hatte auf Seiten der Hessen einer, der auch über die gesamte bisherige Saison hinweg fast immer eine zuverlässige Größe auf dem Feld war: der kanadische WM-Siebte Lucas Van Berkel, mit 27 Jahren schon einer der erfahreneren Spieler im Frankfurter Kader. Sein Teamkollege Milija Mrdak hat dem Mittelblocker vor einiger Zeit den Spitznamen „Moose“ verpasst – die nordamerikanische Bezeichnung für den Elch.

13 Zähler als beachtliche Ausbeute

Größe und Statur des 2,06-Meter-Mannes dürften dabei die entscheidende Rolle gespielt haben. Aber auch in punkto Dominanz und Durchsetzungsfähigkeit kann sich Van Berkel durchaus mit den Giganten aus den Wäldern seiner Heimat vergleichen, wenn er am Netz die Schaufeln ausfährt, um die Bälle der gegnerischen Angreifer zu blocken. Gleich vier Mal war er dabei gegen Bühl erfolgreich, servierte außerdem per Flatter-Aufschlag drei präzise platzierte Asse und war damit auch bester Aufschläger seines Teams. Hinzu kamen sechs Punkte per Schnellangriff, insgesamt also 13 Zähler – für einen Mittelblocker eine mehr als beachtliche Ausbeute. Mannschaftsintern wurde er am Samstag nur von „MVP“ Mrdak (16) übertroffen. Gerade in entscheidenden Situationen suchte Zuspieler Adam Kocian, der diesmal über alle drei Sätze hinweg die Bälle verteilte, den souveränen Kanadier.

Der machte nach der Partie deutlich, was er und seine Kollegen sich nach der Pleite am Mittwoch vorgenommen und umgesetzt hatten: „Heute haben wir die Energie wieder auf das Spielfeld gebracht.“ Obwohl angesichts des eng getakteten Terminplans in der Volleyball Bundesliga und der Champions League – bereits am Montag geht es mit dem Flieger nach Ankara – nur wenig Training möglich sei, „arbeiten wir hart, um bald wieder unsere Topform vom Jahresende 2018 zu erreichen und hoffentlich die ersten drei Tabellenplätze attackieren zu können.“ Das unterstrichen auch die anderen am Samstag eingesetzten United-Akteure. Denn selbst wenn der mal Pass nicht in die Mitte auf Van Berkel ging, galt keineswegs: „Ohne Moose nix los.“ Mit schöner Regelmäßigkeit kamen neben Milija Mrdak auch Moritz Karlitzek und Kapitän Sebastian Schwarz, der diesmal wieder den Vorzug vor dem griechischen Neuzugang Andreas Fragkos erhielt, im Angriff durch.

„Zurück auf der Siegerseite“

So ließ Cheftrainer Stelio DeRocco auch lediglich in Satz drei von Beginn an den jungen Paul Henning anstelle von „Urnited“ Georg Escher auflaufen und schickte kurzzeitig US-Boy Tanner Syftestad als Blockverstärkung aufs Feld. Ansonsten spielte die Startformation durch. „Heute war wichtig, dass wir wieder auf die Siegerseite zurückgekehrt sind und uns nicht lang mit der schlechten Vorstellung in Giesen aufgehalten haben“, war „The Rock“ zufrieden. Gegen Bühl habe sein Team „besser gespielt, wenn auch noch nicht überragend. Aber vor allem können wir jetzt mit einem Erfolgserlebnis im Gepäck in die Türkei reisen, um uns dort weiter zu steigern.“

Nach ihrer Rückkehr und der Auswärtspartie in Rottenburg am kommenden Samstag erwarten die United Volleys und ihre Anhänger im Februar drei wahre Kracher, die allesamt live im bundesweiten Free-TV zu sehen sein werden: Am 7. kommt der Deutsche Meister Berlin Recycling Volleys in die Fraport Arena, am 19. Rekordtitelträger VfB Friedrichshafen. Und dazwischen können die Sportfans in Frankfurt am 14. die international absolut überragende Mannschaft der zurückliegenden Jahre erleben, wenn das Starensemble von Zenit Kazan aus Russland anreist. Tickets für alle Begegnungen gibt es auf hier.

 

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