FRANKFURTER SETZEN AUF IHREN ANGRIFFS-ADONIS

  • United Volleys empfangen am Samstag erneut die SVG Lüneburg
  • Familienfreundlicher Spielbeginn schon um vier Uhr nachmittags
Die United Volleys hoffen, dass Moritz Karlitzek und Neuzugang Andreas Fragkos gegen Lüneburg wieder gemeinsam angreifen können. (Foto: Corinna Seibert)

Nach dem Champions League-Krimi am Dienstag gegen Knack Roeselare ist für die United Volleys Frankfurt am Wochenende schon das nächste Heimspiel in der Volleyball Bundesliga angesagt. Am Samstag treffen sie zur ungewohnten Zeit um 16 Uhr auf die SVG Lüneburg. Für die Hessen ist es bereits das vierte Heimspiel seit dem Jahreswechsel, und das nächste folgt nur eine Woche später gegen Bühl. Die Gäste aus Lüneburg treten ihrerseits zum zweiten Mal in der laufenden Saison in der Fraport Arena an. Ende November holte sich die Norddeutschen hier mit 3:1 den Sieg im Pokal-Viertelfinale und dürfen deshalb im Endspiel in der Mannheimer SAP Arena gegen Titelverteidiger Friedrichshafen antreten. „Da wären wir natürlich auch gern dabei“, bedauert United-Cheftrainer Stelio DeRocco, zumal seine Mannschaft seinerzeit ohne ihren Topscorer Moritz Karlitzek nicht in Bestbesetzung antreten konnte.

Offensiv-Power auf beiden Seiten

Besonders ärgerlich: Einige Wochen zuvor verloren die Uniteds – damals unmittelbar nach ihrer Königsklassen-Premiere in Weißrussland – schon ihr Auswärtsspiel gegen die „Lünehünen“ in Hamburg. Es war die erste Niederlage überhaupt gegen das von Ex-Nationalspieler Stefan Hübner gecoachte Team aus Niedersachsen. Umso mehr soll nun im dritten Anlauf der erste Sieg der Spielzeit 2018/19 gegen den direkten Konkurrenten um die vorderen Tabellenplätze her. Dazu müssen Georg Escher & Co. vor allem die beiden SVG-Kanadier Ryan Sclater und Raymond Szeto sowie deren US-Kollegen Cody Kessel in den Griff bekommen. Deren Aufschläge und Angriffe schlugen im Herbst noch allzu oft ungebremst im Frankfurter Feld ein. Allerdings steht außer Zweifel, dass die United-Offensive da mehr als nur mithalten kann.

In Topform hatte das Triumvirat aus Kapitän Sebastian Schwarz, Moritz Karlitzek und dem Serben Milija Mrdak entscheidenden Anteil an den Frankfurter Sensationserfolgen gegen Berlin, Haching oder Ankara. Fiel einer der drei Überflieger aus oder schwächelte, war das hingegen kaum zu kompensieren. Mit Blick auf die wichtigen Matches in der Liga und der Königsklasse haben die United Volleys deshalb reagiert und mit dem griechischen EM-Teilnehmer Andreas Fragkos – zuvor bei Olympiacos Piräus Mitspieler von DVV-Mittelblocker Marcus Böhme – einen zusätzlichen Spitzenmann auf der Außenposition mit der Erfahrung zweier Europapokalfinals verpflichtet. Schon gegen Roeselare konnte der 29-jährige Angriffs-Adonis mit 12 Punkten aufzeigen, was für eine enorme Verstärkung er in den kommenden Wochen für die Frankfurter werden kann. Die müssen dafür schon wieder um zwei ihrer etablierten Asse zittern.

Mit Effizienz und Entschlossenheit zum Erfolg

Kapitän Schwarz hatte in der Champions League mit einer Muskelverhärtung im Rücken zu kämpfen, Moritz Karlitzek knickte zu Beginn des (danach endgültig aussichtslosen) Tiebreaks um und musste ebenfalls raus. „Wir schauen von Tag zu Tag“, hofft Stelio DeRocco, am Samstag dennoch mit seinen beiden Spitzenkräften im Kader antreten zu können. Denn er weiß: „Lüneburg ist spätestens seit dem Auswärtssieg in Friedrichshafen vor einer Woche so etwas wie das ‚Team der Stunde‘ in der Liga. Sie spielen einen wirklich exzellenten Volleyball.“ In der kurzen Vorbereitungszeit wollen die United Volleys deshalb vor allem an ihren eigenen Stärken arbeiten und zu jener Effizienz und Entschlossenheit zurückfinden, mit welcher sie am Dienstag zwei Sätze lang begeistern konnten. „Wir müssen alles aufs Feld werfen, was wir an spielerischer und mentaler Qualität haben“, fordert „The Rock“. Tickets für die Partie gibt es online hier.

 

 

 

 

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