DEN JAGDINSTINKT NEU WECKEN

  • Frankfurter empfangen am Samstagabend die Bisons aus Bühl
  • Rückbesinnung auf überragende Dezember-Auftritte
Gegen Bühl wollen sich die United Volleys wieder gewohnt angriffslustig präsentieren. (Foto: Corinna Seibert)

Wenn die United Volleys am Samstagabend um 19 Uhr gegen die Volleyball Bisons Bühl ans Netz gehen, ist das nicht nur bereits ihr fünftes Heimspiel in diesem noch jungen Jahr. Es ist auch schon die dritte Rückrundenbegegnung, obwohl die Uniteds eigentlich noch eine Partie aus der Hinrunde offen haben, nämlich ausgerechnet das Auswärtsmatch bei den Badenern. Das wurde im Oktober wegen des vollgepackten Frankfurter Champions League-Kalenders verschoben und kann erst im März nachgeholt werden. In der Tabelle der Volleyball Bundesliga weisen die Uniteds damit weiterhin ein Spiel weniger auf als fast die gesamte Konkurrenz, haben aber erneut eine starke Hinserie hingelegt, genau genommen sogar die zweitbeste nach 2016/17.

Wiedergutmachung angesagt

Dass die Stimmung zurzeit dennoch etwas getrübt ist, liegt auf der Hand. Der Grund: die ebenso unerwartete wie deutliche 1:3-Niederlage am Mittwoch beim Aufsteiger Helios Grizzlys Giesen. Wenn Moritz Karlitzek & Co. nun zum ersten Mal in dieser Saison auf Bühl treffen, ist deshalb Wiedergutmachung angesagt. United-Geschäftsführer Jörg Krick erwartet nach eingehender Analyse und intensiver Trainingsarbeit eine „Trotzreaktion“. „Ich habe der Mannschaft direkt in der Kabine sehr deutlich gesagt, dass sie sich dieses Spiel gegen Giesen für immer merken soll. Denn so ein Auftritt darf uns niemals wieder passieren“, unterstrich auch Cheftrainer Stelio DeRocco. Und wer ihn schon einmal aus nächster Nähe während einer schwächeren Vorstellung seiner Männer am Spielfeldrand erlebt hat, der weiß, dass er dies wohl noch weitgehend drastischer formuliert haben dürfte.

Wenn es nach den Grizzlybären nun also gegen die Bisons geht, müssen die „jungen Wilden“ aus der Mainmetropole schleunigst ihren Jagdinstinkt wiedererwecken und dürfen die vom Trainergespann ausgelegten Taktik-Fährten nicht erneut leichtfertig verlassen. „Nichts ist gefährlicher, als einen Gegner zu unterschätzen. Das sollten wir nun gelernt haben“, betont „The Rock“. Im Falle von Bühl sollte das so oder so nicht passieren, immerhin befindet sich das Team von Coach Ruben Wolochin derzeit ganz eindeutig im Aufwind. Gerade unterlag man nach 2:0-Führung erst im Tiebreak gegen Bundesliga-Spitzenreiter AlpenVolleys Haching, der damit nach wie vor ausschließlich von den United Volleys bezwungen wurde. Unmittelbar zuvor war in Herrsching der dritte Bisons-Auswärtssieg eingefahren worden.

Zurück zur Dezember-Form

Bühls argentinischer Diagonalangreifer Bruno Lima ist aktuell fünftbester Scorer der 1. Liga. Vor Kurzem wurde zudem noch US-Mittelblocker Oliver Martin als Ersatz für den langzeitverletzten Usbeken Akhrorjon Sobirov verpflichtet. Mit Zuspieler Stefan Thiel aus Kriftel steht seit dieser Spielzeit ein ehemaliger Frankfurter Volleyball-Internatler, der 2015/16 auch für die Uniteds spielberechtigt war, im Aufgebot der Gäste. Die rangieren momentan auf Tabellenplatz acht und dürften darauf aus sein, ihre Ausgangslage vor den Playoffs weiter zu verbessern. Das wollen und müssen auch die United Volleys und brauchen dringend Punkte für eine aussichtsreiche Position im Meisterschaftsrennen.

Im Februar folgen in der Fraport Arena schließlich bereits die Topspiele gegen Titelverteidiger Berlin (7.) und Rekordmeister Friedrichshafen (19., beide live auf SPORT1), dazwischen noch die „Giganten“ von Zenit Kazan in der Champions League (14., live bei Eurosport). Höchste Zeit also, am Samstag den Stier – respektive Bison – bei den Hörnern zu packen, sich auf die begeisternden Auftritte gegen Ankara und Haching im Dezember zu besinnen und mit einer überzeugenden Vorstellung vor eigenem Fan-Publikum den Grundstein für eine ebenso erfolgreiche Rückrunde zu legen. Tickets gibt es online hier.

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