„ADVENTSPURT“ IN FRANKFURT

  • United Volleys empfangen die WWK Volleys aus Herrsching
  • Sonntagnachmittag Auftakt zu hartem Vorweihnachtsprogramm
Gegen Herrsching wollen die Uniteds in der Fraport Arena wieder einen Sieg bejubeln. (Foto: Corinna Seibert)

Während andere sich schon auf die Weihnachtsfeiertage vorbereiten können, haben die United Volleys noch ein straffes Programm zu absolvieren. Drei schwere Spiele in der Volleyball Bundesliga und der Champions League stehen bis Heiligabend noch an. Positiv dabei: Alle finden zuhause in der Fraport Arena statt. Den Auftakt zum vorweihnachtlichen „Adventspurt“ macht am Sonntag um 16 Uhr die Partie gegen die WWK Volleys, in der Vorsaison noch als TSV Herrsching bekannt. Die Bayern lieferten den Uniteds in der Vergangenheit immer wieder packende Duelle, zuletzt über drei Runden im Playoff-Viertelfinale 2017/18.

Wiedersehen mit Bauer und Fraser

Aktuell rangiert die Mannschaft vom Ammersee auf Tabellenplatz sieben, mit vier Zählern weniger, aber einem Spiel mehr auf dem Konto als die Uniteds. Noch vor Saisonstart musste man in Herrsching „Königstransfer“ Artem Sushko aus Russland aufgrund eines lukrativeren Angebots aus dem Ausland wieder ziehen lassen, hat aber dessen ungeachtet erneut eine schlagkräftige Truppe aufzubieten. Zu der gehört nicht nur der langjährige United-Mittelblocker Lukas Bauer, der nach drei Jahren am Main gewissermaßen in seine bayerische Heimat zurückgekehrt ist. Auch der Kanadier Bryan Fraser spielt 2015/16 eine Saison lang in Frankfurt. Neben dem deutschen Brüderpaar Ferdinand und Johannes Tille für die Schlüsselpositionen Annahme und Zuspiel haben die WWK Volleys zudem mit dem Ungarn Alpár József Szabó den aktuell erfolgreichsten Blocker der Liga im Kader.

Was sie in dieser Besetzung draufhaben, stellten die WWK Volleys etwa beim eindrucksvollen Heimsieg gegen die Powervolleys Düren unter Beweis. Nach Hessen kommen sie allerdings mit einer Derby-Niederlage gegen Spitzenreiter Haching im Gepäck. Die Uniteds unterlagen ihrerseits vor Wochenfrist in Friedrichshafen, standen beim 2:3 gegen den Rekordmeister aber kurz vor der nächsten Sensation gegen eines der Top-Teams – nach dem Triumph in Berlin. „Gegen den VfB haben wir erneut zwei Sätze lang gesehen, wie gut wir schon sein können. Dann haben wir den Sieg aber noch wegschmelzen lassen“, erklärt Cheftrainer Stelio DeRocco, warum sich seine Mannschaft in der Vorbereitung für Sonntag weitgehend auf sich selbst fokussiert hat.

Debüt für Kunstmann?

„Wir müssen hart arbeiten und alles tun, um noch besser und vor allem beständiger zu werden“, betont der frühere kanadische und australische Nationalcoach. Ein weiterer wichtiger Aspekt war natürlich, den serbischen Neuzugang auf der Zuspielposition, Maksim Buculjevic, weiter ins Spielsystem der United Volleys zu integrieren. Nach aktuellem Stand sind zudem wieder alle Spieler gesund. Sein Debüt für die United Volleys könnte dank Doppelspielrecht eventuell Mittelblocker Louis Kunstmann geben. Der 18-jährige Hesse, der eigentlich noch bei den Junioren des VCO Berlin Erfahrung sammelt und mit diesen den Uniteds gerade erst ordentlich zu schaffen gemacht hat, darf die Spielpause des Stützpunktteams nutzen, um in Frankfurt mitzutrainieren.

So oder so betont Stelio DeRocco: „Dieses Jahr geht es wirklich eng zu in der Liga. Da gewinnt man kein Match im Vorbeigehen.“ Mit der Champions League-Partie gegen Halkbank Ankara am Dienstag (18.12.) und Tabellenführer Hypo Tirol AlpenVolleys Haching (23.12.) warten gleich die nächsten Hammer-Aufgaben. „Wir müssen unbedingt von Spiel zu Spiel denken“, gibt der Cheftrainer die Devise für einen erfolgreichen Jahresabschluss aus. Und trotz der ungünstigen Terminierung auf die Publikumsunterstützung in der Fraport Arena hoffen. Von der „staden Zeit“ spricht man schließlich eher in Bayern, da sollten sich Fans und United-Spieler also auf keinen Fall am nächsten Gegner orientieren.

 

 

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