STEUERWALD: „MÜSSEN AN LEISTUNGSGRENZE GEHEN“

  • United Volleys am Dienstag in der Champions League gegen Aich/Dob
  • Frankfurter wollen im Heimspiel gegen starke Österreicher vorlegen

 

Nationallibero Julian Zenger will am Dienstag dafür sorgen, dass auch in der Champions League die Frankfurter Abwehr steht. (Foto: Gregor Biskup)

Mit den Erfolgen wachsen die Herausforderungen. Das bekommen auch die United Volleys nach dem Erreichen der zweiten Champions League-Runde zu spüren. Dort wartet am Dienstag um 19 Uhr in der Fraport Arena mit Posojilnica Aich/Dob aus Österreich ein Gegner, der nicht nur international erfahren, sondern auch entsprechend besetzt ist. Multinationalität wurde dem Verein quasi schon bei seiner Gründung 1982 in die Wiege gelegt, ist man doch unmittelbar an der österreichisch-slowenischen Grenze zuhause. „Aich“ und „Dob“ sind dementsprechend nur zwei unterschiedliche Bezeichnungen für ein und dasselbe 160-Einwohner-Dorf, das zur Stadtgemeinde Bleiburg, beziehungsweise Pliberk, gehört.

Österreich-Kenner Steuerwald

Die United Volleys werden sich allerdings wohl weniger auf die geografischen oder historischen Besonderheiten vorbereitet haben. Schließlich gilt es, vor allem gegen die sportlichen Qualitäten der Gäste Kärnten, die eine lokalen Bank als Sponsor im Namen tragen, gewappnet zu sein. Aich/Dob war in ihrer heimischen Liga jahrelang die Nummer zwei hinter Hypo Tirol Innsbruck und konnte sich nach dem Wechsel der Innsbrucker in die deutsche Volleyball Bundesliga umgehend den Meistertitel sichern. Zusätzlich misst man sich in der mitteleuropäischen MEVZA-Liga regelmäßig mit den Top-Teams aus Kroatien, der Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn.

Experte für das Volleyball-Geschehen in der Alpenrepublik ist bei den Uniteds der aktuell verletzte Regisseur Patrick Steuerwald. Seit 2017 ist er neben dem ehemaligen Frankfurter Coach Michael Warm als Co-Trainer der ÖVV-Auswahl im Einsatz. Mit dem Ex-Herrschinger Nicolai Grabmüller, dem zweiten Mittelblocker Thomas Tröthann und Libero Manuel Steiner hat er dort drei Spieler unter seinen Fittichen gehabt, die für den United-Kontrahenten auflaufen. „Von den sieben Österreichern im Kader werden die drei wohl auch am ehesten zum Einsatz kommen“, vermutet er. Neben vier Slowenen hat Posojilnica auch noch je einen Profi aus Argentinien, Polen, der Slowakei und Estland im Team.

Rückspiel in Klagenfurt als kleiner Nachteil

„Gegen diesen starken Gegner müssen wir definitiv an unsere Leistungsgrenze gehen, um eine Chance zu haben“, betont „Nano“ Steuerwald. Gut eine Woche vor Halloween sollten alle im United-Team die letzten „Geister“ verscheuchen, welche sie manchmal noch mit etwas zu viel Respekt auf dem Feld stehen lassen, hatte der kanadische Cheftrainer Stelio DeRocco bereits nach dem Match gegen Soligorsk gefordert. In der Bundesliga gegen Rottenburg gelang das beim 3:0 am Samstag schon recht gut. Ein weiterer kämpferischer und couragierter Auftritt ist besonders beim ersten Aufeinandertreffen mit Aich/Dob am Dienstag wichtig, haben Kapitän Sebastian Schwarz und seine Kollegen diesmal doch nicht den Vorteil, das Rückspiel vor eigenem Publikum bestreiten zu können.

„Wir müssen dafür sorgen, dass der Druck dann beim Gegner liegt“, fordert Coach DeRocco mit Blick auf die Reise in die Kärntner Landeshauptstadt Klagenfurt. Runde drei der Champions League, mit den möglichen Gegnern Istanbul oder Thessaloniki, würde sich übrigens erneut direkt anschließen. Zusätzlich startet Anfang November für die United Volleys auch noch der DVV-Pokal. Keine geringe Belastung, vor allem angesichts der Ausfälle von Steuerwald und Tobias Krick. „Aber das haben wir uns durch die Leistungen der zurückliegenden Jahre ja selbst eingebrockt“, scherzt mit Georg Escher einer, der von Beginn an in der Fraport Arena mit am Start war und seiner Erfolgsbilanz mit den Uniteds gern noch das eine oder andere Kapitel im internationalen Geschäft hinzufügen würde.

 

Folge uns auf Social Media