PUNKTE VOM „EURO-MILIJANÄR“

  • In der Fraport Arena nächste Champions League-Runde erreichen
  • DeRocco erwartet am Mittwoch „schwieriges Spiel“ gegen Soligorsk

 

United-Kapitän Sebastian Schwarz will mit seinen Kollegen am Mittwoch den Einzug in die nächste Champions League-Runde bejubeln. (Foto: CEV)

Die Stadt Frankfurt trägt bekanntlich den Beinamen „City of the Euro“. Am Mittwoch könnte sie diesen noch etwas erweitern und sich mit Fug und Recht als „City of the European Champions League“ bezeichnen. Den United Volleys Frankfurt ist gelungen, wonach nicht nur im Volleyball viele Teams streben: die erstmalige Qualifikation für die europäische Königsklasse, in der sie bei ihrem Heimdebüt um 19 Uhr die weißrussische Mannschaft von Shakhtior Soligorsk empfangen. Vor einer Woche auswärts in Minsk feierten die Frankfurter einen gelungenen Einstand und schufen mit einem klaren 3:0-Erfolg beste Voraussetzungen für den Einzug in die nächste Runde.

„Golden Set“ vermeiden

Vor allem die Angreifer Moritz Karlitzek und Milija Mrdak, der auf der Diagonalposition gleich zum „Euro-Milijanär“ avancierte, konnten sich durch viele spektakuläre Punkte auszeichnen. In der Schaltzentrale zog Neuzugang Adam Kocian variabel und umsichtig die Fäden im Zuspiel. Das war wichtig, da die United Volleys weiterhin auf Patrick Steuerwald verzichten müssen. Der erfahrene Regisseur laboriert immer noch an seiner Fußverletzung aus den Playoffs im April und wird sich das Match ebenso wie die nächsten Partien nur von außen anschauen können. Umso zufriedener war der neue Cheftrainer Stelio DeRocco mit der „sehr disziplinierten und geschlossenen“ Vorstellung seiner Männer: „Immer wenn Soligorsk Druck gemacht hat, sind wir ruhig geblieben und haben das optimal gelöst.“

Dass das mit dem neu formierten Kader noch kein Selbstläufer ist, mussten die Uniteds am vergangenen Wochenende beim Start der Volleyball Bundesliga in Lüneburg erfahren. Erstmals seit drei Jahren ging der Auftakt verloren. Dementsprechend warnt Coach DeRocco auch für Mittwoch vor einem „extrem schwierigen Spiel, in dem wir wieder unser bestes Volleyball zeigen müssen.“ In Weißrussland habe sein Team ein wichtiges Zeichen gesetzt und sein erstes Kapitel Champions League-Geschichte geschrieben. Soligorsk werde aber sicherlich eine Reaktion zeigen, „darauf müssen wir vorbereitet sein.“ Denn trotz des klaren Hinspielresultats ist noch alles möglich: Gelingt Shakhtior in der Fraport Arena ein 3:0 oder 3:1, geht es in einen alles entscheidenden „Golden Set“.

Bergarbeiter gegen Wolkenkratzer

Damit die weißrussischen „Bergarbeiter“ die Frankfurter Wolkenkratzer nicht noch unterminieren und zum Einsturz bringen, wollen die Hausherren mit zwei Satzgewinnen schnell alles klarmachen. Dazu muss die Annahme wieder stabil stehen und der Druck im Aufschlag stimmen. Bereits seit Montag konnten die United Volleys, zum ersten Mal seit dem Frühjahr, in der Arena trainieren und sich auf Atmosphäre, Licht- und Bodenverhältnisse einstellen. Im Erfolgsfall fände hier bereits in einer Woche, am 23. Oktober, die nächste Champions League-Partie statt. Möglicher Gegner könnten die Österreicher von Posojilnica Aich/Dob sein, die ihr Auswärtsspiel im holländischen Groningen 3:1 gewannen.

Dazwischen liegt am Samstag noch die Bundesliga-Begegnung mit dem TV Rottenburg, ebenfalls in der Fraport Arena. „Wir freuen uns natürlich, endlich vor den eigenen Fans antreten zu dürfen. Trotz des Termins am Mittwochabend brauchen wir wirklich jeden Zuschauer, um gegen einen echt guten Gegner wieder ein richtig gutes Spiel zu machen“, erklärt Kapitän Sebastian Schwarz. Tickets gibt es weiterhin hier.

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