„MAKELLOSER” MORITZ MACHT DIE WICHTIGEN PUNKTE

  • United Volleys legen in Champions League-Runde zwei mit 3:0 vor
  • Am Mittwoch braucht es bei Posojilnica Aich/Dob nur noch zwei Sätze

 

Gewohnt kämpferisch auch in der Champions League: United-Angreifer Moritz Karlitzek. (Foto: Corinna Seibert)

Hätten beide Teams „Black Jack“ gespielt, hätten am Ende die Gäste aus Österreich gejubelt. Gleich drei Mal in drei Sätzen erreichten die Männer von Posojilnica Aich/Dob am Dienstagabend exakt 21 Punkte. Den hochverdienten 3:0 (25:21, 25:21, 25:21)-Sieg im ersten Duell der zweiten Champions League-Runde trugen so am Ende die heimischen United Volleys Frankfurt davon. Damit verschafften sich die Hessen eine optimale Ausgangsposition für das Rückspiel am Mittwoch kommender Woche in Klagenfurt. „Wir haben heute sehr konsequent aufgeschlagen und damit den Gegner von Anfang an daran gehindert, sein Spiel aufzuziehen“, lobte United-Cheftrainer Stelio DeRocco seine „jungen Wilden“, die erstmals in den neuen schwarz-goldenen Champions League-Trikots antraten. Dennoch dürfe man sich nicht täuschen lassen: „Das ist ein starkes Team, auf das wir uns jetzt noch einmal genauso akribisch vorbereiten müssen.“

Youngster Henning mit sieben Blockpunkten

Von Beginn an war den United Volleys das wiedergewonnene Selbstvertrauen vom jüngsten 3:0-Bundesliga-Heimerfolg gegen Rottenburg anzumerken. Mit einem Servicewinner stellte Zuspieler Adam Kocian auf 10:7, kurz drauf lieferte auch Moritz Karlitzek mit zwei Assen hintereinander einen eindrucksvollen Beweis für seine Aufschlag-Urgewalt. Nahezu makellos war bis dahin und fast das ganze Match hindurch diesmal auch die Annahme- und Angriffsbilanz des 22-jährigen, der es auf insgesamt 17 Punkte brachte. Auf eine 20:15-Führung folgte dann allerdings das, was sich auch durch die folgenden Durchgänge ziehen sollte: Die mit viel Wut servierten Angaben der Österreicher zeigten plötzlich Wirkung, und die United-Angreifer sahen sich immer öfter einem gut formierten Block gegenüber. Hinzu kamen unnötige Eigenfehler, bevor wiederum Karlitzek mit einem Schmetterschlag aus dem dritten Stock das beruhigende 22:18 erzielte.

In Satz zwei war erneut ein souverän herausgespielter Vorsprung beim 19:19 ohne echte Not dahin. Diesmal war es das Mittelblocker-Duo Paul Henning und Lucas Van Berkel, welches das 2:0 besorgte. Der kanadische Nationalspieler bereitete mit klugen Aufschlägen den Boden, Youngster Henning machte mit zwei „Monsterblocks“ den Deckel drauf. Im gesamten Match sollte ihm das stolze sieben Mal gelingen. Was er mit seiner Netzhoheit beisteuerte, leistete Van Berkel genauso effizient mit gleich sechs erfolgreichen Schnellangriffen. So wurde es in Durchgang drei nach gewohntem Muster lediglich nach dem 11:11 noch einmal etwas spannend. Der Serbe Milija Mrdak schaffte mit einem Ass zum 20:17 die Vorentscheidung, den Matchball verwandelte Karlitzek mit einer weiteren Raketen ins gegnerische Feld.

Spielfreies Wochenende und Pokal stehen an

„Die Frankfurter haben uns zwar durch viele Angriffsfehler Chancen geboten, uns aber letzten Endes mit Aufschlag und Annahme geknackt“, fand Posojilnica-Coach Matjaz Hafner. Sein United-Pendant DeRocco war hingegen „einfach nur glücklich zu sehen, wie die Mannschaft mehr und mehr zusammenwächst.“ Das nächste Wochenende vor der Reise nach Kärnten ist nun aufgrund des in Hannover stattfindenden Supercups spielfrei. Holen die Uniteds danach auch auswärts mindestens zwei Sätze, geht es anschließend entweder nach Thessaloniki oder Istanbul. Zwischendurch wartet noch eine Pokalaufgabe auf Sebastian Schwarz & Co.: Am 4. November müssen sie im Achtelfinale beim Zweitligisten Moerser SC antreten. Reichlich Gelegenheiten also, sich zu beweisen.

 

 

 

 

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