KONSEQUENT UND KOMPROMISSLOS

  • United Volleys gewinnen in nur 71 Minuten 3:0 gegen Rottenburg
  • DeRocco wünscht sich für Champions League noch mehr Rückhalt

 

Regisseur Adam Kocian führte die United Volleys am Samstag zum ersten Heimsieg im ersten Heimspiel der Bundesligasaison. (Foto: Gregor Biskup)

Die United Volleys Frankfurt haben in der Volleyball Bundesliga eine erfolgreiche Heimpremiere gefeiert. Gegen den TV Rottenburg siegte das Team des neuen kanadischen Cheftrainers Stelio DeRocco am Samstagabend mit 3:0 (25:15, 25:17, 25:12). Gerade einmal 71 Minuten dauerte die Partie. „Das heißt aber nicht, dass wir nicht hart für diesen Erfolg arbeiten mussten“, betonte „The Rock“. „Wir haben Rottenburg genau studiert und gesehen, wie eng sie das Spiel gegen den VfB Friedrichshafen vor einer Woche lange Zeit gestalten konnten. Dass ihnen das heute gegen uns nicht gelungen ist, lag an der konsequenten und kompromisslosen Art und Weise, in der wir uns präsentiert haben“, so der frühere italienische Meister und Pokalsieger zufrieden.

Neu im Programm: die „Berkel-Raute“

In der Tat schienen die Gäste aus Schwaben anfangs durchaus gewillt, den Frankfurter Hausherren ein heißes Match zu liefern. Zu Beginn des ersten Satzes konnte sich zunächst keine der beiden Mannschaften absetzen. Dann wurde es dem kanadischen Nationalspieler im rot-blauen Dress, Lucas Van Berkel, zu bunt und er packte – passend zum „gerippten“ United-Trikot – oben am Netz die „Berkel-Raute“ aus. Gleich zweimal ließ er mit der Überkopf-Variante der bekannten Kanzlerinnen-Geste die TVR-Angriffe zurück ins gegnerische Feld prallen. Kurz darauf erhöhte Moritz Karlitzek mit einer imposanten Aufschlagserie den Vorsprung, so dass es zur zweiten Technischen Auszeit 16:11 stand.

Mit druckvollen Aufschlägen und aus einer bombensicheren Defensive heraus – Libero Julian Zenger kam am Ende auf 50 Prozent perfekte und 100 Prozent positive Annahme – brauchten die Hessen diese Führung nur noch Punkt für Punkt auszubauen. Ähnlich lief es in Durchgang zwei. Besonders 2,06-Meter-Mann Van Berkel lief von Minute zu Minute mehr zur Höchstform auf. Ein ums andere Mal ließ er es auf der Rottenburger Seite einschlagen. Sieben Blockpunkte und eine lupenreine Erfolgsquote bei seinen fünf Schnellangriffen standen letztendlich bei ihm auf der Habenseite. Dabei profitierte nicht nur er von einem erneut glänzend aufgelegten Regisseur Adam Kocian, der unberechenbar und clever die Bälle verteilte.

Kaum Fehler gemacht

So konnten vor allem Milija Mrdak (76 Prozent Angriffsquote), mit 16 Zählern am Ende einmal mehr Topscorer und zudem „MVP“ der Uniteds, und Kapitän Sebastian Schwarz die ganze Bandbreite an Angriffsoptionen nutzen und immer wieder den TVR-Block düpieren. „Nach dem deutlich gewonnenen ersten Satz war ganz wichtig, dass wir nicht leichtfertig geworden sind, sondern weiter am Limit gespielt haben. Wenn Rottenburg sich in irgendeinem Bereich steigern konnte, hatten wir immer die richtige Antwort parat und haben selbst kaum Fehler gemacht“, stellte Stelio DeRocco erfreut fest. Sein Team wachse zunehmend zu einer schlagkräftigen Einheit zusammen, was sich auch beim nächsten Spiel auszahlen soll.

Da werden die United Volleys sich erst recht keine Schwächen erlauben können. Bereits am Dienstagabend um 19 Uhr sind in der europäischen Königsklasse die Österreicher von Posojilnica Aich/Dob in der Fraport Arena zu Gast. Gegen das international erfahrene Meisterteam von der slowenischen Grenze muss optimalerweise ein ähnlich deutlicher Heimerfolg wie gegen Rottenburg her, um vor dem Rückspiel in Klagenfurt den Gegner unter Zugzwang zu setzen. „Dafür wünsche ich mir wirklich alle Volleyballfans aus der Region in der Halle. Wir brauchen die Unterstützung unserer Fans, damit unser Traum von der Gruppenphase der Champions League weiterlebt“, so der Appell von Headcoach DeRocco. Karten gibt es vorab hier.

 

 

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