FRANKFURTER WOLLEN SICH ERNEUT NICHT ABKOCHEN LASSEN

  • 3:0-Hinspielsieg als Grundlage für Weiterkommen in der Champions League
  • Cheftrainer DeRocco erwartet gegen Aich/Dob dennoch schweres Spiel
Cheftrainer DeRocco fordert für das Champions League-Rückspiel in Österreich Geduld und Disziplin. (Foto: Corinna Seibert)

Zu ungewöhnlich später Zeit geht es für die United Volleys Frankfurt am Mittwochabend in der Champions League ans Netz. Das Rückspiel gegen Posojilnica Aich/Dob wird, bedingt durch die Live-Übertragung in ORF Sport+, erst um 20.25 Uhr im BSH Sportpark Klagenfurt angepfiffen. Die Winterzeitumstellung eingerechnet also durchaus eine ordentliche Abweichung vom gewohnten Rhythmus. Umso mehr wollen die Hessen nach ihrem klaren 3:0-Sieg im Hinspiel erst gar keine Zweifel am Erreichen der nächsten Runde in der Königsklasse aufkommen lassen und damit den Abend unnötig verlängern. Zwei gewonnene Sätze genügen den Uniteds bereits, nur bei einer Drei- oder Vier-Satz-Niederlage gäbe es einen alles entscheidenden „Golden Set“.

Begeisterte Fan-Kulisse erwartet

„Trotzdem wird es auf jeden Fall schwierig. Aich/Dob steht mit dem Rücken zur Wand und wird von Anfang an alles geben“, erwartet United-Cheftrainer Stelio DeRocco. „Wir müssen deshalb wieder mit Geduld und Disziplin agieren, um unser eigenes Spiel durchzusetzen“, fordert er. Denn: „Wir wollen hier nicht bloß ein Match gewinnen, sondern uns die Chance sichern, gegen Thessaloniki oder Istanbul um den Einzug in die Champions League-Gruppenphase zu kämpfen. Um das zu schaffen, müssen wir vor allem härter arbeiten als unsere Gegner.“ Durch das freie Supercup-Wochenende hatte seine Mannschaft endlich einmal ein wenig Zeit zum Trainieren und Vorbereiten und will dies natürlich mit in die Begegnung in der Kärntner Landeshauptstadt nehmen.

Mit Platz für bis zu 3.000 Personen ist die Sportpark-Halle Österreichs größte Multifunktions-Arena. Um den Auflagen des europäischen Volleyball-Verbands CEV zu genügen, musste das Team aus dem 160-Einwohner-Ort Aich – slowenisch Dob – dorthin umziehen. Die eigene JUFA-Arena in der Grenzstadtgemeinde Bleiburg (Pliberk) gilt als eine der härtesten Auswärtsspielstätten der DenizBank AG Volley League, fast immer sind die 1.000 Plätze komplett gefüllt mit ebenso laustarken wie ausdauernden Fans. Treten diese geschlossen den Weg ins rund 50 Kilometer entfernte Klagenfurt an, können sich die United Volleys auf eine entsprechend aufgeladene und stimmungsvolle Kulisse gefasst machen. Schließlich hatten sich die international erfahrenen Anhänger schon zum Hinspiel in schönster Würstchen-Metaphorik vorgenommen, die Frankfurter „in die Pfanne zu hauen“. Diese nicht nur gesundheitlich fragwürdige Zubereitungsempfehlung hatte allerdings eher die Männer aus der Mainmetropole so richtig zum Kochen gebracht.

Nächster Gegner stünde schon fest

Bei denen kann neben dem nach wie vor nicht einsatzfähigen Zuspiel-Routinier Patrick Steuerwald auch Jung-Nationalspieler Tobias Krick aufgrund seiner bekannten Rückenprobleme den Kollegen weiterhin nicht auf dem Feld zur Seite stehen. „Ich denke aber, dass sie das auch ohne mich schaffen, da wir zuletzt auf einem sehr konstanten Level gespielt haben“, ist er dennoch optimistisch. Sind die erforderlichen zwei Sätze tatsächlich erst einmal eingefahren, sollte der nächste Gegner längst feststehen. Die beiden Hochkaräter PAOK Thessaloniki und Istanbul BBSK treffen nämlich bereits dreieinhalb Stunden vorher in der Türkei aufeinander. Waren die sportlichen Vorbereitungen der United Volleys erfolgreich, könnten die Reiseplanungen für das nächste Champions League-Abenteuer in der kommenden Woche also unmittelbar beginnen.

 

 

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