DIE LETZTE WEISSE WESTE

  • Die United Volleys Frankfurt empfangen in der Bundesliga Rottenburg
  • Am Dienstag wieder Champions League zuhause gegen Aich/Dob

 

Der Ex-Rottenburger Paul Henning schlägt seit dieser Saison für die United Volleys Frankfurt auf. (Foto: Gregor Biskup)

Beim ersten Bundesliga-Heimauftritt der Saison 2018/19 gegen den TV Rottenburg steht für die United Volleys Frankfurt durchaus einiges auf dem Spiel. Das vierte Jahr in der 1. Volleyball Bundesliga bringt nämlich nicht nur manchen Vorteil mit sich – etwa die bessere Kenntnis von Gegnern, Auswärtshallen und anderen Besonderheiten der höchsten deutschen Spielklasse. Im Gegenzug müssen Mannschaft und Fans auch von so mancher kleinen Tradition Abschied nehmen. Gerade erst am vergangenen Wochenende in Lüneburg ging für die United Volleys eine solche Serie zu Ende: Zum ersten Mal seit ihrem Aufstieg 2015 verloren sie ein Match gegen die gastgebende SVG.

Wiedersehen mit Jannis Hopt fällt aus

Vom Aufsteiger Giesen und dem Nachwuchsteam des VCO Berlin abgesehen, gibt es nunmehr lediglich noch einen Gegner, gegen den die Hessen stets als Sieger vom Platz gingen: eben jenen TV Rottenburg. Und das soll auch über den Samstag hinaus so bleiben, wünscht sich United-Mittelblocker Paul Henning, der im Sommer von den Schwaben an den Main gewechselt ist. „Ich hatte in Rottenburg ein tolles Jahr, bekam nach der Ausbildung am Volleyball-Internat Gelegenheit, in der 1. Liga durchzustarten. Aber natürlich ist jetzt oberstes Ziel, dass die Punkte in Frankfurt bleiben. Deshalb gehen wir da mit voller Motivation drauf, auch wenn wir ein hartes Programm hinter und vor uns haben“, so der 21-jährige.

Für einen anderen Spieler hätte das Match eigentlich ebenfalls ein Wiedersehen mit seinen Ex-Kollegen werden sollen. Das fällt für TVR-Zuspieler Jannis Hopt bedauerlicherweise diesmal aus. Der frühere Mitbewohner von United-„Urgestein“ Georg Escher muss passen, allerdings nicht wie gewohnt am Netz, sondern mit einer beim Kochen erlittenen Handverletzung abseits des Spielfelds. Die Fäden bei Rottenburg wird dafür mit Jan Röhling einer ziehen, der unweit der Fraport Arena, in Kriftel, großgeworden ist und bis vor wenigen Monaten das Frankfurter Volleyball-Internat besucht hat. Er ist einer von mehreren jungen Verstärkungen beim TVR.

Fünf Spiele in zwei Wochen

Nach einer schwierigen letzten Saison 2017/18, welche die Rottenburger nur auf dem zehnten Platz beenden konnten, hat das Team mehrere erfahrene Spieler verabschiedet und wagt mit fünf Zugängen einen Neuanfang. Gerade deshalb dürfen die Uniteds die Gäste, die wie seit jeher auf mannschaftliche Geschlossenheit setzen, keinesfalls unterschätzen, auch wenn diese zum Saisonstart 0:3 gegen Rekordmeister Friedrichshafen verloren. „Wir sind noch nicht so eingespielt und stabil, dass es von allein läuft. Jeder Erfolg muss hart erarbeitet und jedes Spiel mit voller Konzentration angegangen werden, gerade wenn einem noch eine harte Partie wie die gegen Soligorsk in den Knochen steckt. Diese Erfahrung haben wir bereits in Lüneburg gemacht“, warnt Coach Stelio DeRocco.

Gelegenheit haben die United Volleys dazu aktuell reichlich. Schlag auf Schlag folgt im Drei- bis Vier-Tages-Takt eine Partie auf die andere. Nach dem erfolgreichen Weiterkommen gegen Soligorsk steht etwa schon am kommenden Dienstag die nächste Champions League-Begegnung in der Fraport Arena gegen Posojilnica Aich/Dob auf dem Plan. Fünf Pflichtspiele innerhalb von knapp zwei Wochen werden die Frankfurter danach absolviert haben. „Ich sehe das aber mehr als Chance dazuzulernen denn als Belastung“, findet Paul Henning. Dennoch bleibt es eine gewaltige Herausforderung, zumal mit Patrick Steuerwald und Tobias Krick inzwischen schon zwei Stützen des Teams länger ausfallen. Umso wichtiger kann mehr denn je der „siebte Mann“ werden: das eigene Publikum in der Fraport Arena.

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