AUF GLÜCKSGEFÜHL FOLGT ENTTÄUSCHUNG

  • United Volleys erleben Bundesliga-Fehlstart gegen Lüneburg
  • Nach 1:3 jetzt Weiterkommen in der Champions League im Fokus
Es lief noch nicht rund bei den „Newniteds“ Adam Kocian und Lucas Van Berkel. (Foto: CEV)

Erstmals seit drei Jahren haben die United Volleys zum Saisonauftakt der Volleyball Bundesliga verloren. Gab es damals, im Oktober 2015, beim allerersten Bundesliga-Auftritt überhaupt nach dem 2:3 gegen Rekordmeister VfB Friedrichshafen immerhin noch einen Punkt, so mussten die Frankfurter nach der 1:3 (25:17, 18:25, 23:25, 21:25)-Niederlage gegen die SVG Lüneburg diesmal mit gänzlich leeren Händen die Heimreise antreten. Damit ging zugleich eine bis dato makellose Siegesserie gegen die Niedersachsen zu Ende, die dieses Ereignis entsprechend ausgelassen feierten. „Vor ein paar Tage haben wir in Minsk noch selbst dieses Glücksgefühl genossen, heute müssen wir die Enttäuschung nach einem Misserfolg verkraften“, befand Cheftrainer Stelio DeRocco.

In Aufschlag und Annahme nicht standgehalten

In den Schlüsselmomenten des Matches habe sein Team zu viele Chancen nicht genutzt – ganz im Gegensatz zu den Gastgebern, analysierte der einstige australische und kanadische Nationalcoach. Das war im ersten Satz noch anders gewesen. Einen kleinen Rückstand zu Beginn hatten die Uniteds nach der ersten Technischen Auszeit egalisiert und sich mit einem Ass von Neuzugang Lucas Van Berkel vorentscheidend auf 18:13 abgesetzt. Beim deutlichen Satzgewinn profitierten sie allerdings von einer unglaublich hohen Fehlerquote in Aufschlag und Angriff der Lüneburger. Die konnten die Schützlinge von Ex-Nationalspieler Stefan Hübner in der Folge deutlich herunterschrauben. Nach zwei Assen von Noah Baxpöhler, der kurz zuvor noch mit einem Fehlaufschlag den ersten Durchgang beendet hatte, hieß es 11:9 für die Hausherren.

„Mit Aufschlag und Annahme sind uns da die Fundamente unseres Spiels weggebrochen“, konstatierte „The Rock“. Tatsächlich: Wurden die SVG-Angaben sauber nach vorn ans Netz gebaggert, konnten vor allem Moritz Karlitzek über Außen oder aus dem Hinterfeld sowie Milija Mrdak von der Diagonalposition die Zuspiele des Ex-Lüneburgers Adam Kocian fast immer knallhart verwandeln – etwa bis zum 14:11 in Satz drei. Leider war das nur allzu selten der Fall. „Dadurch konnten uns die Lüneburger mit ihrer Angriffspower in der engen Halle immer wieder übertrumpfen. Das haben sie sehr gut gemacht und auch unseren Block deutlich besser im Griff gehabt als wir den ihren“, so der United-Cheftrainer.

Zwei wichtige Aufgaben in der Fraport Arena

Auch in der Abwehr taten sich ungewohnte Abstimmungs-Löcher auf, in welche Topscorer Ryan Sclater und seine SVG-Kollegen die Bälle teilweise nur hinein zu tippen brauchten. Dennoch gelang mit einer Aufschlagserie von Tobias Krick noch einmal die 20:19-Führung. Das 23:25 resultierte dann einmal mehr aus der verpassten Gelegenheit, nach einem abgewehrten Ball zu punkten. Im vierten Durchgang hatten die „Lünehünen“ endgültig Oberwasser, zumal die United-Annahme weiter wackelte. Den Schlusspunkt setzte ausgerechnet ein Aufschlagfehler von Adam Kocian, dessen Angaben bis dahin noch zu den wirkungsvollsten gehört hatten. Da konnte sich der Heimkehrer auch über die silberne MVP-Medaille kaum freuen, zumal die gleiche Auszeichnung in Gold ausgerechnet an seinen Nachfolger und Namensvetter Adam Schriemer ging.

„Wir haben noch eine lange Saison vor uns, und am Ende gewinnt man dann, wenn man dazulernt. Am meisten lernt man aus Niederlagen, deshalb können wir aus beiden Begegnungen dieser Woche viel mitnehmen“, blickte Stelio DeRocco bereits nach vorn. Schließlich bleiben den United Volleys nur wenige Tage Zeit, um sich auf die nächsten wichtigen Aufgaben vorzubereiten: Am Mittwoch soll ab 19 Uhr gegen Shakhtior Soligorsk das Weiterkommen in der Champions League gesichert werden. Und am Samstag ist in der Volleyball Bundesliga der TV Rottenburg zu Gast. Bei beiden Spielen in der heimischen Fraport Arena hoffen die „jungen Wilden“ der Uniteds auf das, was sie bisher entbehren mussten: die lautstarke und zahlreiche Unterstützung der eigenen Fans. Tickets können hier reserviert werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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