ALLES AUF NULL ZUM PLAYOFF-START

  • United Volleys im Viertelfinale wieder gegen TSV Herrsching
  • Hauptrunden-Bilanz fällt mit Rang drei erneut positiv aus
Hungrig auf weitere Erfolge: Julian Zenger und Moritz Karlitzek (Foto: Gregor Biskup)

Rechtzeitig zu den Playoffs um die Deutsche Meisterschaft sind die United Volleys nach zwei Auftritten in der Rüsselsheimer Großsporthalle am Mittwoch um 19 Uhr wieder zurück in Frankfurt. Im Gepäck haben sie eine Hauptrunden-Bilanz, die sich auch in diesem Jahr sehen lassen kann. 14 Siege aus 20 Spielen, genau wie in der Premieren-Saison 2015/16. Wenn man bedenkt, dass weite Teile der Mannschaft im vergangenen Sommer neu besetzt wurden, ist das ein Ergebnis, mit dem nicht unbedingt zu rechnen war. Insbesondere, da die „Newniteds“ erstmals seit dem Aufstieg ins Volleyball-Oberhaus echtes Verletzungspech zu spüren bekamen.

Mit Assen und viel „Air-Time“

Mit Kapitän Sebastian Schwarz, eigentlich als zentrales Puzzleteil im Plan von Cheftrainer Michael Warm vorgesehen, Vize-Europameister Tobias Krick oder Mittelblock-Routinier Lukas Bauer standen gleich mehrere Spieler längere Zeit gar nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung. Dennoch waren die Hessen vor allem in der Fraport Arena eine Macht, verloren hier nur ein einziges Match, und das gegen den bis heute ungeschlagenen Tabellenführer VfB Friedrichshafen. In einigen Elementen ist das Spiel der Uniteds sogar noch spektakulärer geworden, allen voran im Aufschlag. 125 Asse kamen bislang zusammen.

Noch häufiger als bisher bekamen die Zuschauer zudem die überfallartigen Pipe-Angriffe aus dem Hinterfeld zu sehen, bei denen es die sprunggewaltigen Moritz Karlitzek und Adrian Aciobanitei dank ihrer enormen „Air-Time“ ein ums andere Mal auf der gegnerischen Seite einschlagen ließen. „So schwer war es noch nie, Platz drei zu erreichen“, resümiert Geschäftsführer Henning Wegter, „dennoch haben wir es trotz deutlich stärkerer Konkurrenz zum dritten Mal hintereinander geschafft, das ist ein Riesenerfolg.“ Dementsprechend wollen die „jungen Wilden“ jetzt auch aus den Playoffs das Maximum herausholen.

Motiviert und fokussiert

Erstes Ziel ist dabei das Halbfinale, in welchem wohl Titelverteidiger Berlin Recycling Volleys auf die Uniteds warten dürfte. Zuvor jedoch stehen als hohe Hürde die Bayern vom TSV Herrsching im Weg. Auf die trafen die United Volleys bereits im vergangenen Jahr in der ersten Playoff-Runde, landete dabei zwei klare Siege. Das sah in den Begegnungen der laufenden Saison etwas anders aus. „Das waren ganz enge Spiele. Deshalb dürfen wir uns jetzt nicht auf dem Ergebnis der Normalrunde ausruhen, sondern müssen alles auf Null stellen und voll konzentriert in die Partie gehen“, fordert deshalb Michael Warm. Immerhin bringen die in der Abschlusstabelle sechstplatzierten Herrschinger mit Christoph Marks den Topscorer und mit Andre Brown den erfolgreichsten Blocker der Liga-Statistik mit, gewannen zudem am Samstag 3:2 gegen Düren.

Selbstbewusstsein sollte den Hausherren in der Fraport Arena geben, dass sie beim Auswärtsspiel am Ammersee das Kunststück vollbrachten, einen 0:2-Satzrückstand noch in einen Sieg zu verwandeln. In ihrer angestammten Nikolaushalle werden die TSVler beim zweiten Viertelfinale am Ostersamstag allerdings nicht antreten können, sondern müssen in die höhere und größere Arena nach Vilsbiburg ausweichen. Umso mehr wollen die United Volleys ihren eigenen Heimvorteil in Frankfurt trotz des ungünstigen Termins unter der Woche nutzen. „Wir wollen möglichst schnell den Schritt ins Halbfinale machen und sind auch dann noch hungrig, es vielleicht sogar noch weiter zu bringen als in den vergangenen Jahren“, verspricht Libero Julian Zenger stellvertretend für die ganze Mannschaft, die dem Playoff-Start ebenso motiviert wie fokussiert entgegenfiebert.

 

 

 

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