„JUNGE WILDE“ GEGEN DEN ALTMEISTER

  • United Volleys am Samstag beim Deutschen Meister Berlin
  • BR Volleys setzen auf Startrainer Stelian Moculescu
Tobias Krick (Mitte) und die anderen United-Youngster müssen auch gegen Berlin viel Verantwortung übernehmen. (Foto: Gregor Biskup)

Unverhofft kommt oft, und so ist das Auswärtsspiel der United Volleys am Samstag beim amtierenden Meister in Berlin etwas überraschend zum direkten Duell um Rang zwei in der Tabelle der 1. Volleyball Bundesliga geworden. Während nämlich die Uniteds am vergangenen Wochenende spielfrei waren, verloren die Berlin Recycling Volleys unerwartet deutlich mit 0:3 bei der SVG Lüneburg und liegen damit nur einen Punkt vor den Hessen. Bei einer Wiederholung ihres knappen Hinspielsiegs könnten Patrick Steuerwald & Co. also zumindest vorläufig an den Hauptstädtern vorbeiziehen. Den einen oder anderen Berliner haben sie in der Fastnachtszeit ohnehin schon verputzt, wohl wissend, dass die schmackhaften Krapfen oder Kräppel an der Spree nur unter dem Namen Pfannkuchen bekannt sind.

Zenit Kazan als „Sparringspartner“

Darüber hinaus haben sich die Vorzeichen für das Match gegen die BR Volleys zwischenzeitlich allerdings verändert. Der australische Cheftrainer Luke Reynolds, vor Saisonbeginn erst neu unter Vertrag genommen, musste seinen Stuhl räumen. Stattdessen schwingt in Berlin nun einer das Zepter, der in Volleyballkreisen nicht nur in Deutschland einen geradezu legendären Ruf genießt. Mit der Verpflichtung von Stelian Moculescu, 18-facher Deutscher Meister und 2007 sogar Champions League-Gewinner mit dem VfB Friedrichshafen, ist BRV-Manager Kaweh Niroomand ein echter Coup gelungen. „Stelu ist erfahren wie kein Zweiter, der weiß genau, was zu tun ist, um aus einem so hervorragenden Kader schnell wieder das Optimum herauszuholen“, ist sich United Volleys-Headcoach Michael Warm sicher.

Zudem konnten sich die Berliner am Mittwoch gegen einen perfekten „Sparringspartner“ einspielen, hatten in der Champions League beim 1:3 gegen die beste Vereinsmannschaft Europas aus Kazan/RUS nichts zu verlieren und zeigten eine starke Leistung. Nach der Begegnung mit Weltstars wie Maxim Mikhailov oder dem Kubaner Wilfredo Leon dürften sie am Samstag gegen die Uniteds nichts anderes als einen deutlichen Sieg im Sinn haben. Dass viele heimischen Fans Moculescus Liga-Debüt für die Berliner live in der Max-Schmeling-Halle erleben wollen, darf angenommen werden. Von einer stimmungsvollen Kulisse ist somit auszugehen. Das war nicht anders, als die United Volleys dort ihren bis dato letzten Auftritt absolvierten: im dritten und entscheidenden Playoff-Halbfinale der Saison 2016/17.

Erinnerung an Playoff-Entscheidungsspiel

0:2 lagen sie da bereits hinten, nachdem sie die BR Volleys zuvor in der Fraport Arena zum ersten Mal überhaupt bezwungen hatten. Mit unbändigem Kampgeist blockten und schmetterten sich die Gäste aber zurück ins Match und gaben sich erst im Tiebreak geschlagen. Spätestens seit diesem Tag sollte klar sein, dass auch in Berlin etwas geht, allerdings nur mit einer absoluten Topleistung. Die brachten die Uniteds zuletzt nicht immer konstant aufs Spielfeld – etwa bei der hakeligen Auswärtspartie in Herrsching. Während der nächste Gegner zudem zwei Mal voll gefordert war und dementsprechend auf Touren sein sollte, muss sich erst zeigen, wie das Rhein-Main-Team die ungewohnte 14-tägige Pause verkraftet hat.

Mit dem verletzten Lukas Bauer fehlt weiter einer der Routiniers – nicht unerheblich für ein Team, in welchem Youngster wie die drei Vize-Europameister Moritz Karlitzek, Julian Zenger und Tobias Krick ohnehin schon viel Verantwortung übernehmen müssen. „Darüber hinaus hat Berlin mit der Verpflichtung von Stelian Moculescu natürlich alles getan, um eine weitere Pleite auszuschließen“, erklärt Michael Warm. Er weiß wovon er spricht: Während ihrer Zeit als National- und Junioren-Nationaltrainer arbeiteten beide Coaches eng zusammen und schätzen sich sehr. Was nicht bedeutet, dass die „jungen Wilden“ dem Altmeister nicht gern ein Bein stellen würden. „Die haben natürlich ein super Team, aber wir eben auch. Klar würden wir auf den Erfolg vom Oktober gern noch einen draufsetzen“, betont „Kid Block“ Tobias Krick.

 

 

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