IN BAYERN GEGEN DIE ÖSTERREICHISCHE WELTAUSWAHL

  • United Volleys reisen zu den Hypo Tirol AlpenVolleys
  • Cheftrainer warnt vor Gegner mit immensem Potenzial
Die United Volleys schwören sich auf die letzten schweren Aufgaben vor Weihnachten ein. (Foto: Manfred Neumann)

Der Gegner trägt Tirol im Namen, die Spieler kommen aus aller Herren Länder – und trotzdem ist es nicht der Europapokal, in dem die United Volleys am Sonntag auswärts antreten. Tatsächlich reisen die Rhein-Main-Volleyballer „nur“ bis kurz hinter München, Spielort ist die Bayernwerk Sportarena in Unterhaching. Was weniger intime Kenner der hiesigen Volleyballszene womöglich verwirren könnte, ist eigentlich schnell erklärt: Der österreichische Serienmeister der letzten zehn Jahre, eigentlich in Innsbruck zuhause, tritt seit dieser Saison als Hypo Tirol AlpenVolleys Haching mit einer Wildcard in der deutschen Bundesliga an. Die Lizenz kommt aus Unterhaching, bis vor ein paar Jahren Heimat des dreifachen DVV-Pokalsiegers.

Stammgast in der Champions League

Diese Konstellation sollte eigentlich ein Vorteil für United Chefcoach Michael Warm sein, im „Nebenberuf“ bekanntermaßen Trainer des Nationalteam Austria und somit bestens vertraut mit den größten Talenten aus dem Nachbarland. Allerdings: österreichische Spieler sucht man im Kader der AlpenVolleys in dieser Saison noch weitgehend vergebens. Einzige Ausnahme ist Manager-Sohn Niklas Kronthaler, bisher allerdings nur sporadisch auf dem Feld vertreten. Ähnlich sieht es mit deutschen Spielern aus, dafür tummeln sich Vertreter aus insgesamt neun Nationen im Team. Sieben von ihnen spielten zuvor schon in Innsbruck zusammen.

„Das ist eine Mannschaft, die über Jahre hinweg quasi Stammgast in der Champions League war und auf gewachsene professionelle Strukturen vertrauen kann“, verdeutlicht Michael Warm. Nach ein paar „Anpassungsschwierigkeiten“ sieht er die „Tiroler“ inzwischen fast da angekommen, wo sie seiner Meinung nach hingehören: „unter den absoluten Top-Teams der Liga.“ Die meisten ihrer Heimspiele tragen die AlpenVolleys in Österreich aus, gegen die Uniteds sind sie nach dem verlorenen Pokalspiel gegen Herrsching zum zweiten Mal Gastgeber in der Bayernwerk Arena. Dort dürften die Fans nichtsdestotrotz begeistert sein, nach mehreren Jahren endlich wieder Spitzenvolleyball live erleben zu können. Und für die beiden Ex-Hachinger im United-Dress, Sebastian Schwarz und Patrick Steuerwald, bietet sich eine schöne Gelegenheit, wieder einmal an die alte Wirkungsstätte zurückzukehren.

In die Erfolgsspur zurückfinden

Mit dem Tschechen Marek Beer sowie den beiden Brasilianern Franca und Duarte Souza Da Silva bieten die neuen Hachinger Hausherren eine beeindruckende und gut eingespielte Mittelachse auf. Im Kanadier Rudy Verhoeff konnten sie zudem einen der überragenden Diagonalangreifer der zurückliegenden Bundesligasaison aus Düren abwerben. Für die United Volleys ist wichtig, nach dem Aus im Pokal-Halbfinale gegen Friedrichshafen möglichst direkt wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden. „Viel Zeit im Training haben wir nicht, zumal auch noch ein Tag für die Anreise verlorengeht“, erklärt Michael Warm. Die Aussicht, sich weiter auf Tabellenplatz zwei festsetzen zu können, dürfte aber Motivation genug sein.

Immerhin haben die Uniteds auch gegen den Rekordmeister der Volleyball Bundesliga gezeigt, dass sie auf höchstem Niveau mithalten können. Was fehlte, war in einigen Momenten die Konstanz und manchmal auch die Konzentration. „Aber das sind Dinge, die eine Mannschaft, die erst am Zusammenwachsen ist, sich erarbeiten kann.“ In die Weihnachtsfeiertage verabschieden sich die Hessen-Volleyballer auch nach dem Wochenende noch nicht. Erst am Donnerstag, dem 21. Dezember, um 19.30 Uhr steht das letzte Match vor Heiligabend an. In der Rüsselsheimer Großsporthalle wird dann Montpellier zum entscheidenden Rückspiel im CEV Cup erwartet – Tickets gibt es online. Und diese Partie ist dann auch offiziell eine internationale…

 

 

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