GOODBYE DEUTSCHLAND! DIE AUSWANDERER LADEN EIN

  • United Volleys weiter mit straffem Programm in Meisterschaft und Europacup
  • Zweites Playoff-Spiel gegen Herrsching findet in Innsbruck statt
Voll motiviert reist die United-Familie ins Nachbarland Österreich. (Foto: Heinz Mösinger)

Für die United Volleys ist es mittlerweile schon Alltag: Nach Serbien, Belgien und bald Frankreich geht die nächste Auswärtsfahrt der „jungen Wilden“ aus dem Rhein-Main-Gebiet am Mittwoch ins österreichische Innsbruck. Ungewohnt daran ist allerdings, dass es nicht um eine weitere Runde im Europapokal – der steht erst wieder am 28. März in Tours auf dem Programm – geht, sondern um das zweite Playoff-Viertelfinale der deutschen Volleyball Bundesliga. „Dass unsere Gegner aus Herrsching im großen Bundesland Bayern, noch dazu im reichen Münchner Süden, keine einzige regelkonforme Halle auftreiben konnten und ins Ausland ausweichen mussten, ist auf jeden Fall ein Armutszeugnis für die Region“, findet United-Cheftrainer Michael Warm.

Der gebürtige Franke ist bekanntlich auch Coach der österreichischen Nationalmannschaft, dürfte sich also wie der aus Wien stammende Libero Florian Ringseis am Mittwoch durchaus ein Stück weit zuhause fühlen. Die Innsbrucker Universitätssporthalle, wo am selben Tag das heimische Hypo Tirol Volleyballteam sein eigenes Halbfinale absolviert, ist beiden aus verschiedenen Partien bestens bekannt. „Dass wir, wie im Pokal Berlin, schlimmstenfalls das Heimrecht von Herrsching hätten übernehmen müssen, stand sowieso nicht zur Debatte“, betont United Geschäftsführer Jörg Krick: „Als das jetzt tatsächlich noch einmal durch die süddeutsche Presse gegeistert ist, musste ich schon mit dem Kopf schütteln.“

Gefährlicher Gegner mit Wettbewerbsvorteil

Der Grund: „Uns kosten die Matches in der Fraport Arena pro Saison 250.000 Euro, da wäre ich gespannt gewesen, wer uns den Zusatzaufwand in dem Fall erstattet. Genau darin liegt ja der Wettbewerbsvorteil von Clubs wie Herrsching oder Lüneburg, die ihr Geld viel stärker in den Spielerkader stecken können.“ Unbedingt anzuerkennen sei jedoch der Einfallsreichtum des TSV in dieser schwierigen Situation, findet Krick und überlegt selbst: „Vielleicht richten wir ja in der kommenden Saison mal eine Begegnung im ‚17. Bundesland‘ auf Mallorca aus, da könnte man eine Riesensache draus machen.“ Sportlich werde es gegen die bayrischen „Auswanderer“, die mehrere Fanbusse mit nach Tirol bringen, so oder so wieder nicht einfach, egal an welchem Ort, ist sich Michael Warm sicher.

Im Hinspiel am vergangenen Samstag in Frankfurt erwischten die Herrschinger einen schwarzen Tag, gingen in Frankfurt mit 0:3 unter. Umso größer dürfte jetzt die Motivation sein, sich vor den eigenen Fans mit einem kämpferischeren Gesicht zu zeigen. „Wenn bei denen die Annahme und die Aufschläge besser passen, können uns deren Angreifer mit dem ausgebufften Patrick Steuerwald im Zuspiel ganz anders unter Druck setzen“, warnt Warm, ist aber zugleich entspannt: „Wir müssen den Sack ja noch nicht in Innsbruck zumachen, dann haben wir eben noch ein zusätzliches Entscheidungsspiel am 26. März in der Fraport Arena.“

Reisefreudig wie die Reimanns

Seine Marathon-Männer um den zum Ausklang seiner Karriere noch einmal groß auftrumpfenden Kapitän Christian Dünnes dürften allerdings auch nichts dagegen haben, frühzeitig mit der Vorbereitung auf das Europapokal-Halbfinale beim französischen Top-Team Tours VB am 28. März beginnen zu können. Hier steht der nächste Heimspieltermin mit dem Rückspiel am 1. April bereits fest. Zunächst einmal machen es Jan Zimmermann und seine United-Familie aber Conny Reimann und den Seinen nach und starten ihr eigenes Auswanderer-Abenteuer bereits am Dienstag, mit jeder Menge Motivation und Vorfreude auf das bayrisch-österreichische Publikum im Gepäck.

 

 

 

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