„BLITZKRICK“ SORGT FÜR HOCHSPANNUNG

  • United Volleys zwingen den Rekordmeister erneut in den Tiebreak
  • Wenige „Juniorenfehler“ kosten ersten Heimsieg gegen den VfB
Mit einem auch angeschlagen noch bärenstarken Christian Dünnes waren die United Volleys wieder ganz dicht dran am ersten Bundesliga-Heimsieg gegen Friedrichshafen. (Foto: Gregor Biskup)

Wenn die United Volleys große Volleyball-Momente versprechen, dann liefern sie auch. Diese Erkenntnis konnten gut 3.000 restlos begeisterte Zuschauer – darunter erstmals der heimische „RED BLOCK“ sowie eine besonders gut gelaunte Fanschar vom Bodensee – nach dem 2:3 (21:25, 17:25, 26:24, 25:22, 11:15) am Samstagabend aus der Fraport Arena mit nach Hause nehmen. Die Begegnung mit dem VfB Friedrichshafen, schon in der vergangenen Saison meist Garant für Gänsehauterlebnisse, hielt alles, was sie vorab versprach. Inklusive der gedämpften Erwartungen bei manchem Besucher, nachdem klar wurde, dass United-Kapitän Christian Dünnes nach einer Woche im Krankenbett das Spiel tatsächlich erst einmal nur von der Ersatzbank verfolgen würde.

Cheftrainer Michael Warm begann das Spiel stattdessen mit dem hessischen Lokalmatador Peter Wolf auf der Diagonalposition. Der senkte damit nicht nur kräftig den ohnehin schon niedrigen Altersschnitt, sondern konnte in Satz eins auch direkt einige schöne Punkte erzielen. „Wir wussten, dass Christian noch nicht über die volle Distanz gehen kann“, erläuterte Cheftrainer Michael Warm anschließend. „Deshalb haben wir erst mal geschaut, wie wir ohne ihn ins Match reinkommen, und später einfach probiert, ob mit ihm vielleicht noch etwas mehr geht.“ Und da ging einiges, nachdem sich in den Sätzen eins und zwei, trotz zahlreicher dramatischer und umkämpfter Ballwechsel, jeweils noch der Rekordmeister der Volleyball Bundesliga die Nase vorn gehabt hatte.

„Patient“ Dünnes noch mit 20 Punkten

Schon gegen Ende des zweiten Durchgangs hatte allerdings „Il Capitano“ das Spielfeld betreten. Den 0:2-Rückstand konnte er zwar nicht verhindern, aber nach der Zehn-Minuten Pause, die vom Auftritt der „Flying Ropes“ der TG 1862 Rüsselsheim und der Verlosung toller Sachpreise vom Spieltagssponsor Süwag unterhaltsam gefüllt wurde, lief er direkt zu großer Form auf. Dünnes versenkte seine Angriffe, blockte erfolgreich und punktete spektakulär mit dem Aufschlag. Bis zum Spielende, das allerdings noch erfreulich lange auf sich warteten lassen sollte, erzielte er beachtliche 19 Punkte. Fast wäre der 2,10-Meter-Mann sogar noch zum Topscorer avanciert. Jungnationalspieler Moritz Reichert, dem seinerseits drei Asse gelangen, gab ihm jedoch mit einem Zähler mehr das Nachsehen.

„Sports&Travel MVP“ wurde auf Seiten der United Volleys aber einer, der mit seinen Schnellangriffen zeitweise kaum zu stoppen schien: der gerade erst 18-jährige Tobias Krick. „It’s not a trick – it’s a Krick!“, rief Hallensprecher Axel Chur nach einem dieser vom „Blitzkrick“ krachend auf den Boden gedonnerten Bälle spontan aus. Da auch Lukas Bauer und Adrian Aciobanitei immer mehr heißliefen, wurde tatsächlich noch Realität, was bei 0:2 und zwei Matchbällen für den VfB schon in weiter Ferne schien: der Tiebreak, den die Zuschauer an gleicher Stelle schon bei der Saisoneröffnung 2015 gegen den 13-fachen Meister vom Bodensee erlebt hatten.

Für eine Nacht Tabellenführer

Damals waren es noch die Gäste gewesen, die nach einem 0:2 Rückstand wiedergekommen waren und das Match gedreht hatten. Dieses Kunststück gelang den United Volleys am Samstag nicht ganz, obwohl sie sich auch im Entscheidungssatz zwischenzeitlich bereits einen Drei-Punkte-Vorsprung erspielt hatten. Ein paar unglückliche Aktionen reichten jedoch aus, dass sich letztlich die internationale Klasse von Spielern wie Michal Finger, Tomas Rousseaux oder Andreas Takvam durchsetzte. „Für den einen Punkt, den wir hierbehalten, haben wir heute unter schwierigen Voraussetzungen unheimlich hart gekämpft und können deshalb auch richtig stolz darauf sein“, fand Trainer Warm.

Dass es für seine „jungen Wilden“ am Ende nicht sogar die durchaus möglichen zwei Zähler wurden, sei „ein paar Juniorenfehlern“ in den entscheidenden Momenten des Tiebreaks geschuldet. „Wenn auf der anderen Seite so abgezockte Routiniers wie Tischer oder Steuerwald stehen, nutzen die das natürlich gnadenlos aus.“ Nach der knappen Niederlage rangieren die Uniteds mit zwei Punkten Vorsprung auch weiterhin vor dem großen VfB. Das und die Tatsache, dass sie für eine Nacht sogar die Tabellenführung vom Gegner des kommenden Wochenendes, den Berlin Recycling Volleys, übernehmen konnten, dürfte für Jan Zimmermann & Co. durchaus ein – eigentlich ohnehin nicht notwendiger – Trost gewesen sein.

 

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