Das Sahnehäubchen auf einem optimalen Saisonstart

  • 1.700 Zuschauer sehen gegen Mitteldeutschland ein Match auf Augenhöhe
  • Nächstes Heimspiel gegen Bühl soll um einen Tag verlegt werden
Nach seiner Einwechslung in Satz zwei steuerte auch Vize-Europameister Jan Klobucar starke Aktionen zum 3:0-Sieg bei. (Foto: Gregor Biskup)

Seit Sonntagabend steht endgültig fest: Der Start von Erstligaaufsteiger United Volleys in die Bundesligasaison 2015/16 darf als geglückt bezeichnet werden. Dem überraschend knappen 2:3 zum Auftakt gegen Rekordmeister Friedrichshafen und dem anschließenden ersten Dreifach-Punktgewinn in Königs Wusterhausen folgte gegen Chemie Volley Mitteldeutschland nun auch der erste Sieg vor heimischem Publikum in der Fraport Arena. Das 3:0 (25:22, 25:23, 25:18) gegen die Pirates aus Sachsen-Anhalt musste dabei allerdings über 89 Minuten hinweg schwerer erkämpft werden, als es das Ergebnis vermuten lässt.

Ein Gegner auf Augenhöhe

So war United-Coach Michael Warm anschließend auch zufrieden, dass seine junge Mannschaft nicht zuletzt mental deutlich stärker gefordert wurde als noch am Mittwoch und sich dieser Herausforderung erstaunlich gut gewachsen zeigte. Vor allem in Aufschlag, Annahme und im Block zeigte sich, dass die Gäste die Chance, den Liganeuling eingehend im Video zu studieren, gut genutzt hatten. Ein ums andere Mal waren die Schützlinge von Trainer Ulf Quell bestens postiert und ließen sich auch von den bekannt scharfen Angaben von Nationalspieler Jan Zimmermann nicht aus der Ruhe bringen. Das besondere Augenmerk der Mitteldeutschen galt United-Angreifer Christian Dünnes, der sich fast immer einem Doppelblock gegenübersah.

Umso bemerkenswerter sind die 20 Punkte auf die es der Routinier im Team am Ende des Matches brachte. Überhaupt ließen er und seine jungen Mannschaftskollegen sich auch von erfolgreichen Aktionen der Chemie Volleys, bei denen Regisseur Lukas Szablewski – einer von sieben Polen im Kader – klug die Fäden zog, nicht weiter aus der Ruhe bringen. Konsequent nutzten sie die eigenen Punktchancen, erhöhten pünktlich zur „Crunch Time“ noch einmal den Druck und nutzten gleich den ersten Satzball zum 1:0. Ähnlich kurzen Prozess machten die Uniteds in Durchgang zwei, der bis dahin allerdings noch durchwachsener verlaufen war.

Escher-Blocks und Reichert-Asse

Eine Führung der Gäste um den Flörsheimer Timo Schlag hatten Dünnes & Co. beim 9:9 bereits wieder ausgeglichen, um wenig später selbst einen Vier-Punkte-Vorsprung noch einmal herzugeben. Letztlich sicherten aber auch hier starke Blockaktionen von Georg Escher, in der offiziellen Ligastatistik mit 14 Blockpunkten aktuell die unangefochtene Nummer eins auf dieser Position, und insbesondere auch spektakuläre Abwehraktionen von Libero Florian Ringseis den knappen Satzgewinn. Nach der anschließenden Zehn-Minuten-Pause präsentierten sich die Hessen noch einmal deutlich souveräner als zuvor und ließen vor gut 1.700 gut aufgelegten Zuschauern nichts mehr anbrennen. Auch dank drei Service-Winnern von Moritz Reichert war dieser Satz frühzeitig entschieden.

Dass die United Volleys nach dem optimalen Saisonstart nun sogar überraschend an der Spitze der Tabelle rangieren, ist dabei nicht mehr als ein erfreulicher Nebeneffekt. Schließlich stellt das Ranking derzeit nur eine bedingt aussagekräftige Momentaufnahme da, weil die Top-Teams aus Friedrichshafen und Berlin jeweils erst zwei Partien absolviert haben. Und außerdem stehen für die Männer aus dem Rhein-Main-Gebiet bereits die nächsten großen Herausforderungen ins Haus. Am kommenden Wochenende geht es zum Tabellenzweiten nach Lüneburg, danach kommt der TV Bühl in die Fraport Arena. Das Heimspiel gegen die Badener soll wegen der geplanten TV-Berichterstattung des Hessischen Rundfunks um einen Tag nach hinten verlegt werden und wird voraussichtlich am Samstag, den 14. November, um 14 Uhr stattfinden.

 

 

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