Ein Ausrufezeichen vom Aufsteiger

  • Gastgeber stehen gegen den Rekordmeister kurz vor der Sensation
  • Effektvolle Eröffnungsfeier stimmt auf die Saison ein
Georg Escher und die anderen United Volleys hatten gegen Friedrichshafen reichlich Grund zum Jubeln. (Foto: Gregor Biskup)

Einen denkwürdigen Volleyballabend erlebten am Freitag 3.334 Zuschauer bei der Saisoneröffnung der Volleyball Bundesliga in der Frankfurter Fraport Arena. Im Mittelpunkt stand natürlich die Partie des Erstligaaufsteigers United Volleys gegen den Deutschen Rekordmeister und –pokalsieger VfB Friedrichshafen, die alles bot, was man sich von einem Volleyballmatch wünschen kann: Sensation, Spannung, Klasse und Dramatik. Zwei Sätze lang lag die große Überraschung in der Luft, das, woran kaum einer der Experten vorab geglaubt hatte: 2:0 führten die Gastgeber, die mit dem wohl jüngsten Team der Liga, besetzt mit zahlreichen deutschen Nachwuchshoffnungen, wenigen Routiniers und drei ausländischen Spielern, gegen den Double-Verteidiger antraten.

Schon der Auftakt riss das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin, als maßgeblich United-Kapitän Christian Dünnes und Nationalmannschafts-Zuspieler Jan Zimmermann per Ass für ein 4:0 sorgten. Wenn es dem Favoriten vom Bodensee im weiteren Satzverlauf einmal gelang, heranzukommen, präsentierten sich die Youngsters aus dem Rhein-Main-Gebiet erstaunlich abgeklärt und legten direkt wieder vor, so dass sie den Durchgang deutlich mit 25:21 für sich entschieden. Ähnlich nervenstark präsentierten sich die Männern von Cheftrainer Michael Warm, bei denen neben Dünnes auch die Außenangreifer Moritz Reichert und Bryan Fraser zuverlässig die Bälle versenkten, in Satz zwei.

Kämpferische Gastgeber

Eine anfängliche Vier-Punkte-Führung des VfB hatten sie kurz vor dem zweiten Technical Timeout ausgeglichen, und auch von einem 18:21-Rückstand ließen sie sich nicht aus der Ruhe bringen. Eine Aufschlagserie von Regisseur Zimmermann bescherte drei Satzbälle, den dritten nutzen die Uniteds und verwandelten die Arena in ein Tollhaus. Auch in Durchgang drei gelang es dem Deutschen Meister nicht, sich vorentscheidend abzusetzen. Wieder und wieder kämpften sich die jungen Hausherren heran, bis zum 22:22 war alles offen. „Ein 3:0 wäre durchaus drin gewesen“, war sich Nationalspieler Jan Zimmermann anschließend bewusst.

Die nächsten Punkte schaffte allerdings Friedrichshafen und holte sich den Satz, wie auch den vierten, in dem die Häfler nun mehr und mehr zu ihrem Rhythmus fanden. Besonders der eingewechselte Adrian Gontariu brachte auf der Diagonalposition Sicherheit ins Spiel und wurde später von United-Coach Michael Warm zum MVP bestimmt. Über den Sieg musste am Ende der Tiebreak entscheiden, den die Gastgeber ebenfalls bis zum Seitenwechsel offen gestalten konnten. Anschließend spielte allerdings der VfB seine große Erfahrung aus, holte sich das Match und zwei Punkte. Ein Zähler freilich blieb gleich in Hessen, womit nach dem ersten Spieltag nicht unbedingt zu rechnen war. Bei weitem größer als der Ärger darüber, möglicherweise nicht rechtzeitig den Sack zugemacht zu haben, war deshalb bei den Volleys, bei denen Jan Zimmermann zum wertvollsten Spieler gewählt wurde, die Freude über ein rauschendes Volleyballfest.

Electric Dance und „Mad Time Volleyball“

Das hatte eine halbe Stunde vor Spielbeginn mit der Eröffnungs-Show der Bundesligasaison 2015/16 begonnen. Das Electric Dance Theatre aus Frankfurt erntete mit seiner effektvollen Performance aus Laser, LEDs, Videoinstallation und Breakdance großen Beifall vom Publikum und setzte die Meisterschale spektakulär in Szene. Beim Einschlagen heizten RonN and Pure Voices of Soul den Fans mit ihrem eigens für die United Volleys produzierten Song „Mad Time Volleyball“ ein, bevor die Hauptakteure des Abends durch einen Tunnel aus Nebel und Leuchtstreifen in die Halle einliefen. Das Ergebnis wollte Trainer Michael Warm nicht überbewerten, jede Menge Selbstbewusstsein und wichtige Erkenntnisse können seine Schützlinge aber in jedem Fall mit in die kommenden Partien nehmen. Nach der Auswärtsfahrt zu den Netzhoppers KW-Bestensee am Mittwoch steht das nächste Heimspiel bereits am nächsten Sonntag, 1. November, um 16 Uhr ins Haus. Nach dem verheißungsvollen Saisonstart werden hoffentlich viele Sportfans erneut den Weg in die Fraport Arena finden und ihrem Team die richtige Kulisse für eine erneute sportliche und kämpferische Höchstleistung bereiten.

 

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